Geschäftsbericht 2016

Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen

Nach dem Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst hat der Aufsichtsrat einer börsennotierten oder der Mitbestimmung unterliegenden Gesellschaft für den Frauenanteil im Vorstand eine Zielgröße festzulegen. Der Vorstand einer solchen Gesellschaft hat seinerseits Zielgrößen für den Frauenanteil in den beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstands festzulegen. Liegt der Frauenanteil zur Zeit der Festlegungen von Vorstand und Aufsichtsrat unter 30 %, so dürfen die Zielgrößen den jeweils bereits erreichten Anteil nicht mehr unterschreiten. Gleichzeitig mit der Festlegung der Zielgrößen sind Fristen für deren Erreichung zu bestimmen, die nicht länger als fünf Jahre sein dürfen. Erstmals mussten die Zielgrößen bis spätestens 30. September 2015 unter Fristsetzung bis längstens 30. Juni 2017 festgelegt werden.

Durch Beschluss vom 28. April 2015 hat der Aufsichtsrat der Daimler AG für die Zusammensetzung des Vorstands eine Zielgröße für den Frauenanteil im Vorstand von 12,5 %, entsprechend dem zur Zeit der Beschlussfassung bestehenden Status quo, und eine Frist bis 31. Dezember 2016 festgelegt. Zum 31. Dezember 2016 ist in dem aus insgesamt acht Mitgliedern bestehenden Vorstand mit Renata Jungo Brüngger eine Frau vertreten, woraus sich ein Frauenanteil von 12,5 % und damit die Erreichung der bisherigen Zielgröße errechnet. Zugleich ergibt sich daraus für die Neufestlegung der Zielgröße ein Status quo von 12,5 %.

In seiner letzten Sitzung im Berichtszeitraum am 8. Dezember 2016 hat der Aufsichtsrat vor diesem Hintergrund eine Zielquote für den Frauenanteil im Vorstand von 12,5 % und eine Frist bis zum 31. Dezember 2020 festgelegt.

Im Hinblick auf die Bestellung von Britta Seeger zum Mitglied des Vorstands mit Wirkung zum 1. Januar 2017 wird der Frauenanteil im Vorstand zu diesem Zeitpunkt auf 25 % steigen.

Der Vorstand hat mit Beschluss vom 23. Juni 2015, ebenfalls unter Fristsetzung bis zum 31. Dezember 2016, für die erste Managementebene unterhalb des Vorstands der Daimler AG 6,5 % (bei einem Status quo von 5,3 % zum Zeitpunkt der Beschlussfassung) und für die zweite Managementebene unterhalb des Vorstands 10,0 % (bei einem Status quo von 9,9 %) als Zielgrößen für den Frauenanteil bestimmt.

Bei Ablauf der Frist am 31. Dezember 2016 beträgt der Frauenanteil für die erste Managementebene unterhalb des Vorstands 8,1 % und für die zweite Managementebene 12,4 %; die gesetzten Ziele wurden damit übertroffen.

Mit Beschluss vom 8. November 2016 hat der Vorstand für die erste und zweite Managementebene unterhalb des Vorstands jeweils 15 % als Zielgrößen für den Frauenanteil und eine Frist zu deren Erreichung bis zum 31.Dezember 2020 gesetzt.

Paritätisch mitbestimmte Aufsichtsräte börsennotierter Unternehmen müssen sich seit 2016 zu mindestens 30 % mit Frauen und zu mindestens 30 % Männern zusammensetzen. Die Quote ist vom Aufsichtsrat insgesamt zu erfüllen. Widerspricht die Seite der Anteilseigner- oder Arbeitnehmervertreter vor der Wahl der Gesamterfüllung gegenüber dem Aufsichtsratsvorsitzenden, so ist der Mindestanteil für diese Wahl von der Seite der Anteilseigner und der Seite der Arbeitnehmer getrennt zu erfüllen.

Im Aufsichtsrat der Daimler AG sind auf Anteilseignerseite mit Sari Baldauf, Andrea Jung und Petraea Heynike zum 31. Dezember 2016 30 % Frauen und 70 % Männer vertreten. Auf Arbeitnehmerseite sind es zu diesem Zeitpunkt mit Elke Tönjes-Werner und Sibylle Wankel 20 % Frauen und 80 % Männer. Der Aufsichtsrat hat sich in seinen Sitzungen am 8. Dezember 2016 und am 10. Februar 2017 mit den konkreten Wahlvorschlägen an die Hauptversammlung 2017 befasst und vor diesem Hintergrund erörtert, dass die Anteilseigner- und Arbeitnehmerseite den gesetzlich geforderten Frauenanteil getrennt erreichen sollen. Die Anteilseignervertreter haben insoweit in beiden Sitzungen erklärt, dass sie der Gesamterfüllung der gesetzlichen Geschlechterquote widersprechen. Jeweils anschließend hat der Aufsichtsrat beschlossen, der Hauptversammlung 2017 die Wahl von Dr. Clemens Börsig und von Bader Mohammad Al Saad in den Aufsichtsrat vorzuschlagen. Die nächste Wahl von Arbeitnehmervertretern in den Aufsichtsrat wird im Jahr 2018 stattfinden.

Außer der Daimler AG selbst unterliegen weitere Konzerngesellschaften der Mitbestimmung und haben eigene Zielgrößen für den Frauenanteil in den jeweiligen Aufsichtsräten, Geschäftsleitungsorganen und auf den jeweiligen beiden Ebenen unterhalb des Geschäftsleitungsorgans sowie eine Frist für deren Erreichung festgelegt und entsprechend der gesetzlichen Vorgaben veröffentlicht.

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