Geschäftsbericht 2016

EBIT

Der Daimler-Konzern erzielte im Geschäftsjahr 2016 ein EBIT von 12,9 Mrd. € (i. V.13,2 Mrd. €). (Vgl. Tabelle B.12 und Abbildung B.13)

Trotz höherer Belastungen im Zusammenhang mit Takata Airbags und mit der Bewertung von Vorratsvermögen konnte das Geschäftsfeld Mercedes-Benz Cars das Ergebnis des Vorjahres infolge des weiteren Absatzwachstums leicht übertreffen. Dazu hat vor allem das SUV-Segment beigetragen. Bei Daimler Trucks haben marktbedingte Absatzrückgänge in einigen Kernmärkten dazu geführt, dass das hohe Ergebnis des Vorjahres nicht erreicht wurde. Das Geschäftsfeld Mercedes-Benz Vans hat das Vorjahresergebnis infolge höherer Absatzvolumina deutlich gesteigert. Daimler Buses erzielte ebenfalls ein EBIT deutlich über dem Niveau des Vorjahres. Bei Daimler Financial Services führte vor allem das gestiegene Vertragsvolumen zu einem leichten Anstieg des Ergebnisses.

Die Überleitung der Segmentergebnisse auf das Konzern-EBIT zeigt im Berichtsjahr ein deutlich geringeres Ergebnis als im Vorjahr. Dies ist insbesondere auf Aufwendungen im Zusammenhang mit Rechtsverfahren, eine Wertminderung der Anteile an der BAIC Motor Corporation Ltd. (BAIC Motor) und Verluste aus Währungsgeschäften, die nicht dem operativen Geschäft zuzuordnen sind, zurückzuführen. Positiv haben sich Erträge aus der Einbringung der jeweils 3,1 % der Anteile an Renault und Nissan in das deutsche Pensions-Planvermögen ausgewirkt.

Das um Sonderfaktoren bereinigte EBIT stellt grundsätzlich das um ungewöhnliche Ergebniseinflüsse bereinigte EBIT dar. Diese können auch Sonderfaktoren umfassen, die einen Vergleich des EBIT des Geschäftsjahres mit dem Vorjahr wesentlich beeinflussen wie zum Beispiel Aufwendungen aus Restrukturierungen und Wertminderungen. Die Sonderfaktoren, die die Ergebnisentwicklung in den Jahren 2016 und 2015 beeinflussten, sind in Tabelle B.14 im Einzelnen dargestellt.

Aufgrund der günstigen Geschäftsentwicklung in den meisten Geschäftsfeldern konnte Daimler das um Sonderfaktoren bereinigte EBIT von 13,8 Mrd. € im Vorjahr mit 14,2 Mrd. € im Jahr 2016 leicht übertreffen und lag damit im Rahmen unserer im Prognosebericht des Vorjahres genannten Erwartungen. (Vgl. Tabelle B.12)

B.12 EBIT nach Segmenten

  EBIT um Sonderfaktoren bereinigtes EBIT
  2016 2015 16/15 2016 2015 16/15
in Millionen €   Veränd. in %   Veränd. in %
             
Mercedes-Benz Cars 8.112 7.926 +2 8.927 8.343 +7
Daimler Trucks 1.948 2.576 -24 2.053 2.742 -25
Mercedes-Benz Vans 1.170 880 +33 1.302 952 +37
Daimler Buses 249 214 +16 258 202 +28
Daimler Financial Services 1.739 1.619 +7 1.739 1.619 +7
Überleitung -316 -29 . -36 -29 .
Daimler-Konzern1 12.902 13.186 -2 14.243 13.829 +3

1 Die operative Ergebnisgröße EBIT stellt das Ergebnis vor Zinsergebnis und Ertragsteuern dar. Die Überleitung des EBIT des Daimler-Konzerns auf das Ergebnis vor Ertragsteuern ist in Anmerkung 33 des Konzernabschlusses enthalten.

B.13 Ergebnisentwicklung

B.14 Sonderfaktoren im EBIT

  2016 2015
in Millionen €    
     
Mercedes-Benz Cars    
Aufwendungen in Zusammenhang mit Takata Airbags   -480 -300
Ergebnis in Zusammenhang mit der Bewertung von Vorratsvermögen   -238
Einigung in Zusammenhang mit einer Patentstreitigkeit   -64
Restrukturierung des eigenen Händlernetzes -33 -64
Periodenfremde öffentliche Abgaben -121
Verlagerung der Hauptverwaltung der MBUSA -19
Verkauf von Immobilien in den USA +87
     
Daimler Trucks    
Aufwendungen für Personalmaßnahmen -91 -58
Restrukturierung des eigenen Händlernetzes -14 -47
Verkauf von Atlantis Foundries -61
     
Mercedes-Benz Vans    
Aufwendungen in Zusammenhang mit Takata Airbags   -83 -40
Aufwendungen für Personalmaßnahmen in Deutschland   -38
Restrukturierung des eigenen Händlernetzes -11 -29
Verlagerung der Hauptverwaltung der MBUSA -3
     
Daimler Buses    
Aufwendungen für Personalmaßnahmen -9
Restrukturierung des eigenen Händlernetzes -4
Veräußerung der Anteile an New MCI Holdings Inc.   – +16
     
Überleitung    
Aufwendungen im Zusammenhang mit Rechtsverfahren   -400
Wertminderung des Beteiligungsbuchwerts an BAIC Motor   -244
Verluste aus Währungsgeschäften (nicht operativ zuordenbar)   -241
Einbringung Anteile an Renault und Nissan in das Pensions-Planvermögen   +605

Das Geschäftsfeld Mercedes-Benz Cars hat das um Sonderfaktoren bereinigte EBIT im Berichtsjahr leicht gesteigert und damit die im Geschäftsbericht 2015 abgegebenen Prognosen erfüllt. Das EBIT des Geschäftsfeldes Daimler Trucks konnte das im Geschäftsbericht 2015 prognostizierte Vorjahresniveau nicht erreichen. Diese Einschätzung haben wir im Jahresverlauf nach unten angepasst, da die Absatzvolumina in einigen Kernmärkten stärker als erwartet zurückgegangen sind und der europäische Markt von einer sehr intensiven Wettbewerbssituation geprägt war. Besser als von uns noch zu Beginn des Jahres prognostiziert hat sich das Ergebnis bei Mercedes-Benz Vans entwickelt. Wir hatten mit einem leichten Anstieg gegenüber dem Vorjahresniveau gerechnet. Diese Einschätzung haben wir im Jahresverlauf im Rahmen unserer Quartals­berichterstattung infolge der höheren Umsatzvolumina nach oben angepasst. Daimler Buses konnte aufgrund des guten Komplettbusgeschäfts in der Region EU30 ein deutlich höheres EBIT als im Vorjahr erzielen und hat somit die im Geschäfts­bericht 2015 abgegebene Prognose übertroffen. Daimler Financial Services konnte das um Sonderfaktoren bereinigte EBIT leicht steigern und damit die im Geschäftsbericht 2015 abgegebene Prognose erreichen.

Das EBIT des Geschäftsfelds Mercedes-Benz Cars lag im Jahr 2016 mit 8.112 Mio. € leicht über dem des Vorjahres von 7.926 Mio. €. Die Umsatzrendite betrug 9,1 (i. V. 9,5) %. (Vgl. Abbildung B.15)

Die positive Ergebnisentwicklung war im Wesentlichen auf einen höheren Absatz von Neufahrzeugen zurückzuführen. Der wichtigste Treiber war das SUV-Segment. Darüber hinaus wirkte sich eine bessere Preisdurchsetzung positiv auf das EBIT aus. Gegenläufige Ergebniseffekte entstanden durch Aufwendungen für Vorleistungen für neue Technologien und Fahrzeuge. Zudem beinhaltet das Ergebnis Aufwendungen im Zusammenhang mit Takata Airbags von 480 Mio. €. Durch die Bewertung von Vorratsvermögen entstanden weitere Aufwendungen von 238 Mio. €. Belastungen aus der Einigung in einer Patentstreitigkeit wirkten sich mit 64 Mio. € auf das EBIT aus.

In den automobilen Geschäftsfeldern wirkte sich darüber hinaus die Restrukturierung des eigenen Händlernetzes im Saldo mit Aufwendungen von 58 Mio. € (i. V. 144 Mio. €) aus. Wir verweisen hierzu auf unsere Ausführungen in Anmerkung 5 des Konzernanhangs.

Das EBIT des Geschäftsfelds Daimler Trucks lag mit 1.948 Mio. € deutlich unter dem hohen Niveau des Vorjahres von 2.576 Mio. €. Die Umsatzrendite betrug 5,9 (i. V. 6,9) %. (Vgl. Abbildung B.15)

Der Ergebnisrückgang ist insbesondere auf die stark rückläufigen Absatzentwicklungen in der NAFTA-Region, in der Türkei, im Nahen und Mittleren Osten, in Lateinamerika sowie in Indonesien zurückzuführen. Darüber hinaus wirkte sich ein intensives Wettbewerbsumfeld in Europa belastend auf das EBIT aus. Die Realisierung von Effizienz- und Materialkostenverbesserungen und Wechselkurseffekte lieferten einen positiven Ergebnis­beitrag. Im EBIT enthalten sind zudem Aufwendungen für Personalmaßnahmen im Rahmen der fortgeführten Optimierungsprogramme in Brasilien von 91 Mio. €.

Das Geschäftsfeld Mercedes-Benz Vans erwirtschaftete im Jahr 2016 mit 1.170 Mio. € ein EBIT signifikant über dem

Niveau des Vorjahres von 880 Mio. €. Die Umsatzrendite stieg ebenfalls deutlich auf 9,1 % gegenüber 7,7 % im Vorjahr. (Vgl. Abbildung B.15)

Das EBIT war von einer sehr positiven Absatzentwicklung, insbesondere in Europa, der NAFTA-Region und China, sowie durch Effizienzsteigerungen geprägt. Gegenläufig entstanden höhere Aufwendungen für Vorleistungen für neue Technologien und Fahrzeuge. Aufwendungen im Zusammenhang mit Takata Airbags von 83 Mio. € sowie für ein freiwilliges Abfindungsprogramm für das Werk Düsseldorf von 38 Mio. € belasteten zusätzlich das Ergebnis.

Das EBIT des Geschäftsfeldes Daimler Buses lag mit 249 (i. V. 214) Mio. € deutlich über dem bereits hohen Vorjahres­niveau; damit ergab sich eine Umsatzrendite von 6,0 (i. V. 5,2) %. (Vgl. Abbildung B.15)

Das gute Komplettbusgeschäft in der Region EU30, der gute Produktmix und positive Wechselkurseffekte konnten den negativen Einfluss des Marktrückgangs bei Fahrgestellen in Lateinamerika aufgrund der anhaltend schwierigen wirtschaftlichen Lage sowie den Absatzrückgang in der Türkei mehr als ausgleichen. Höhere Aufwendungen für Vorleistungen für neue Technologien und Fahrzeuge und inflationsbedingte Kostensteigerungen wurden durch Effizienzsteigerungen teilweise kompensiert.

Das Geschäftsfeld Daimler Financial Services erzielte im Geschäftsjahr 2016 ein Ergebnis von 1.739 Mio. € und übertraf somit das Ergebnis des Vorjahres von 1.619 Mio. € leicht. Die Eigenkapitalrendite lag bei 17,4 (i. V. 18,3) %. (Vgl. Abbildung B.16)

Maßgeblich für diese positive Entwicklung war insbesondere das gestiegene Vertragsvolumen. Wechselkurseffekte haben dagegen das Ergebnis belastet.

Die Überleitung der operativen Ergebnisse der Geschäftsfelder auf das EBIT des Konzerns umfasst die zentral verantworteten Sachverhalte sowie Ergebniseffekte aus der Eliminierung konzerninterner Transaktionen zwischen den Geschäftsfeldern.

Aus den zentral verantworteten Sachverhalten sind Auf­wendungen von 333 (i. V. 79) Mio. € entstanden. Darin sind Aufwendungen im Zusammenhang mit Rechtsverfahren von 400 Mio. €, Aufwendungen aus der Wertminderung der Beteiligung an BAIC Motor von 244 Mio. € und Verluste aus Währungsgeschäften von 241 (i. V. 43) Mio. € enthalten. Erträge aus der Einbringung der Anteile an Renault und Nissan in das deutsche Pensions-Planvermögen von 605 Mio. € konnten diese Belastungen nicht ausgleichen.

Aus der Eliminierung konzerninterner Transaktionen ergab sich im Jahr 2016 ein Ertrag von 17 (i. V. 50) Mio. €.

Eine Überleitung des Konzern-EBIT auf das Ergebnis vor Ertragsteuern zeigt Tabelle B.17.

B.15 Umsatzrendite
B.16 Eigenkapitalrendite

B.17
Überleitung des Konzern-EBIT auf das Ergebnis vor Ertragsteuern

  2016 2015
in Millionen €    
     
Konzern-EBIT 12.902 13.186
  Abschreibungen auf aktivierte Fremdkapitalkosten1 -12 -10
  Zinserträge 230 170
  Zinsaufwendungen -546 -602
Ergebnis vor Ertragsteuern 12.574 12.744

1 Abschreibungen auf aktivierte Fremdkapitalkosten fließen nicht in die interne Steuerungsgröße EBIT ein, sind aber Bestandteil der Umsatzkosten.

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Ertragslage