Geschäftsbericht 2016

Gewinn- und Verlustrechnung

Der Konzernumsatz stieg im Jahr 2016 um 2,5 % auf 153,3 Mrd. €; bereinigt um Wechselkurseffekte war eine Zunahme um 3,3 % zu verzeichnen. Der Umsatzanstieg war auf das Absatzwachstum bei Mercedes-Benz Cars und Mercedes-Benz Vans sowie auf die Zunahme des Vertrags­volumens bei Daimler Financial Services zurückzuführen. Weitere Informationen zur Umsatzentwicklung können dem Abschnitt Geschäftsentwicklung des Lageberichts entnommen werden. (Vgl. Abbildung B.18)

Die Umsatzkosten betrugen im Berichtsjahr 121,3 Mrd. € und nahmen gegenüber dem Vorjahr um 2,8 % zu. Der Anstieg der Umsatzkosten war auf das erhöhte Geschäftsvolumen und infolgedessen im Wesentlichen auf höhere Materialaufwendungen zurückzuführen. Zudem stiegen die Personal­aufwendungen und die Abschreibungen auf Vermietete Gegenstände. Weitere Informationen zu den Umsatzkosten enthält Anmerkung 5 des Konzernanhangs. (Vgl. Abbildung B.18)

Insgesamt konnte damit das Bruttoergebnis vom Umsatz um 1,6 % gesteigert werden.

B.18 Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

  2016 2015 16/15
in Millionen €   Veränd. in %
       
Umsatzerlöse 153.261 149.467 +3
Umsatzkosten1 -121.298 -118.017 +3
Bruttoergebnis vom Umsatz 31.963 31.450 +2
Vertriebskosten -12.226 -12.147 +1
Allgemeine Verwaltungskosten1 -3.419 -3.363 +2
Forschungs- und nicht aktivierte Entwicklungskosten   -5.257 -4.760 +10
Sonstige betriebliche Erträge 2.350 2.114 +11
Sonstige betriebliche Aufwendungen   -1.298 -555 +134
Ergebnis aus at-equity bewerteten Finanzinvestitionen   502 464 +8
Übriges Finanzergebnis 275 -27 .
Zinserträge 230 170 +35
Zinsaufwendungen -546 -602 -9
Ergebnis vor Ertragsteuern 12.574 12.744 -1
Ertragsteuern -3.790 -4.033 -6
Konzernergebnis 8.784 8.711 +1
 davon auf nicht beherrschende Anteile entfallendes Ergebnis   258 287 -10
 davon Anteile der Aktionäre der Daimler AG   8.526 8.424 +1

1 Im Jahr 2015 wurden 347 Mio. € aus den Allgemeinen Verwaltungskosten in die Umsatzkosten umgegliedert (Anmerkung 5 des Konzernanhangs).

Die Vertriebskosten erhöhten sich absatzbedingt um 0,1 Mrd. € auf 12,2 Mrd. €. Zudem ergaben sich höhere Aufwendungen für Marketing. Der Anteil der Vertriebskosten an den Umsatzerlösen verringerte sich von 8,1 % auf 8,0 %. (Vgl. Abbildung B.18)

Im abgelaufenen Geschäftsjahr lagen die allgemeinen Verwaltungskosten mit 3,4 (i. V. 3,4) Mrd. € auf dem Niveau des Vorjahres. Der Anteil der allgemeinen Verwaltungskosten an den Umsatzerlösen ist mit 2,2 % unverändert gegenüber dem Vorjahr. (Vgl. Abbildung B.18)

Die Forschungs- und nicht aktivierten Entwicklungskosten stiegen im Geschäftsjahr um 0,5 Mrd. € auf 5,3 Mrd. €. Diese stehen in erster Linie im Zusammenhang mit der Entwicklung neuer Modelle, den Vorleistungen für die Erneuerung bestehender Modelle und der Weiterentwicklung von kraftstoffeffizienten und umweltschonenden Antriebsarten sowie Sicherheitstechnologien, das autonome Fahren und die digitale Vernetzung unserer Produkte. Der Anteil der Forschungs- und nicht aktivierten Entwicklungskosten an den Umsatz­erlösen stieg von 3,2 % auf 3,4 %. Weitere Informationen zu den Forschungs- und Entwicklungsleistungen des Konzerns können dem Abschnitt »Forschung und Entwicklung« im Kapitel »Nachhaltigkeit und Integrität« entnommen werden. (Vgl. Abbildung B.18)

Die sonstigen betrieblichen Erträge stiegen auf 2,4 (i. V. 2,1) Mrd. € an. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen lagen im Jahr 2016 insbesondere durch Aufwendungen im Zusammenhang mit rechtlichen Verfahren von 0,4 Mrd. € mit 1,3 Mrd. € deutlich über den Aufwendungen im Jahr 2015 von 0,6 Mrd. €. Weitere Informationen zur Zusammensetzung der sonstigen betrieblichen Erträge und Aufwendungen sind in Anmerkung 6 des Konzernanhangs enthalten. (Vgl. Abbildung B.18)

Im Jahr 2016 lag das Ergebnis aus at-equity bewerteten Finanzinvestitionen mit 0,5 (i. V. 0,5) Mrd. € auf dem Niveau des Vorjahres. Die Ergebnisbelastung aus der Wertminderung der Anteile an BAIC Motor von 0,2 Mrd. € wurde nahezu kompensiert durch das verbesserte Ergebnis aus Beijing Benz Automotive Co., Ltd. (BBAC).  (Vgl. Abbildung B.18)

Das übrige Finanzergebnis erhöhte sich von -27 Mio. € auf 0,3 Mrd. €. Der deutliche Anstieg ist insbesondere auf die Realisierung der bisher im Sonstigen Ergebnis erfassten Gewinne von 0,6 Mrd. € zurückzuführen, die aus der Ein­bringung der Anteile an Renault und Nissan in das Pensions-Planvermögen zum beizulegenden Zeitwert resultieren. (Vgl. Abbildung B.18)

Das Zinsergebnis verbesserte sich um 0,1 Mrd. € auf -0,3 (i. V. -0,4) Mrd. €. (Vgl. Abbildung B.18)

Der unter den Ertragsteuern ausgewiesene Steueraufwand von 3,8 (i. V. 4,0) Mrd. € reduzierte sich prozentual stärker als der Vorsteuergewinn. Die Steuerquote lag im Berichtsjahr bei 30,1 (i. V. 31,6) %. Dies resultierte im Wesentlichen aus der Einbringung der Anteile an Renault und Nissan in das Pensions-Planvermögen. Der hieraus erzielte Ertrag war überwiegend steuerfrei. Bereinigt um diesen Ertrag ergab sich im Jahr 2016 ein Rückgang der normal besteuerten Ergebnisse, der zu dem entsprechend niedrigeren Steueraufwand führte. (Vgl. Abbildung B.18)

Das Konzernergebnis erreichte 8,8 (i. V. 8,7) Mrd. €. Dabei entfiel auf Minderheitsanteile ein Gewinn von 0,3 (i. V. 0,3) Mrd. €. Der Anteil der Aktionäre der Daimler AG am Konzern­ergebnis betrug 8,5 (i. V. 8,4) Mrd. €; dies führte zu einem Ergebnis je Aktie von 7,97 (i. V. 7,87) €. (Vgl. Abbildung B.18)

Für die Berechnung des Ergebnisses je Aktie wurde eine durchschnittliche Anzahl an ausstehenden Aktien von unverändert 1.069,8 Mio. Stück zugrunde gelegt.

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